Von Laura Heide
Hamburg - Nach mehreren Malaria-Fällen am Frankfurter Flughafen gibt es vorerst keine Hinweise auf sogenannte Flughafenmalaria in Hamburg.
"In Hamburg sind bislang keine Fälle von Flughafenmalaria bekannt", sagte eine Sprecherin der Sozialbehörde am Donnerstag auf Anfrage.
Das Risiko für Beschäftigte am Hamburger Flughafen wird von der Sozialbehörde als "sehr gering" eingeschätzt. Der Hamburger Flughafen habe keine Direktverbindungen zu Flughäfen in Malaria-Gebieten.
Vorsorglich seien die Beschäftigten für das Thema sensibilisiert und darauf hingewiesen worden, bei entsprechenden Krankheitssymptomen zeitnah ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Von Flughafenmalaria wird gesprochen, wenn eine mit Malaria infizierte Anopheles-Mücke mit einem Flugzeug aus einem Malaria-Gebiet eingeschleppt wird, anschließend vor Ort einen Menschen sticht und ihn infiziert.
Eine Übertragung der Krankheit von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
Drei Menschen in Frankfurt an Flughafenmalaria verstorben
In Frankfurt sind nach Angaben der Stadt inzwischen acht Malaria-Infektionen bekannt, drei Menschen starben. Im Sommer hatten sich sechs Fraport-Mitarbeiter infiziert, zwei von ihnen starben. In dieser Woche wurden zwei Infektionen im etwa fünf Kilometer vom Flughafen entfernten Stadtteil Schwanheim bekannt. Eine der beiden Personen starb.
Nach Angaben des Frankfurter Gesundheitsamtes sollen Anopheles-Mücken aus einem Malaria-Gebiet die Infektionen verursacht haben. Malaria-Infektionen kommen in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts selten vor.