Hamburg/Norderstedt - Schrecklicher Unfall am Montagabend: Bei einer Verfolgungsfahrt mit der Polizei in Norderstedt (Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein) flüchtete ein Autofahrer Richtung Hansestadt und erfasste an einer Hamburger Kreuzung einen Radfahrer.
Gegen 18.30 Uhr war der Wagen "nach Verdacht wegen Trunkenheit" in Norderstedt aufgefallen, so ein Polizeisprecher auf Nachfrage von TAG24.
Eine Autofahrerin hatte den Beamten gemeldet, dass vier Personen, nach ihrem Eindruck berauscht, in ein Fahrzeug gestiegen seien.
Auf der A7 an der Anschlussstelle Hamburg-Schnelsen Nord sichtete die Besatzung eines Streifenwagens den Wagen und forderte den Fahrer per Anhaltesignal auf, das Auto zu stoppen.
Der 38-jährige Fahrer trat auf das Gaspedal und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit in südliche Richtung, teilte die Polizei mit. An der Anschlussstelle Hamburg Volkspark verließ der Wagen die A7.
Die Einsatzkräfte forderten Unterstützung an, auch der Polizeihubschrauber "Libelle" beteiligte sich an der Verfolgungsjagd.
Im Kreuzungsbereich Bornkampsweg/Holstenkamp im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld gegen 18.50 Uhr dann der Crash: Der Fahrer verlor die Kontrolle über den Wagen, geriet ins Schleudern und überfuhr eine Verkehrsinsel, auf der ein 42-jähriger Radfahrer wartete.
Fahrer vorläufig festgenommen
Der Mann auf dem Fahrrad wurde von dem Wagen getroffen und erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Er wurde in eine Klinik eingeliefert, so der Sprecher weiter. Der Zustand des Radfahrers konnte mittlerweile stabilisiert werden.
In dem Fahrzeug befanden sich insgesamt vier Personen, die von der Polizei gestellt werden konnten.
Der 38-jährige Fahrer wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann keinen Führerschein besitzt und zudem noch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden habe, heißt es in der Mitteilung.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam er in das Untersuchungsgefängnis Hamburg. Ein Haftbefehl steht noch aus.
Warum die Insassen mit dem Wagen vor der Polizei geflüchtet sind, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen dauern an.
Erstmeldung am 31. August um 21.15 Uhr, aktualisiert am 1. September um 12.21 Uhr.