Rüsselsheim - Nachdem es im Stadtgebiet von Rüsselsheim wiederholt Hakenkreuz-Schmierereien gegeben hat, ermittelt jetzt der Staatsschutz.
Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südhessen am Mittwoch sagte, sind in diesem Jahr bereits zwölf Fälle bekannt geworden, in denen rechtsradikale, verfassungsfeindliche Symbole, Zahlenkombinationen und Parolen an Gebäude, Bänke, Unterführungen und ähnliche Flächen gesprüht wurden.
Hinzu kommen demnach weitere Taten in den Jahren 2024 und 2025, zwischen denen die Polizei einen direkten Zusammenhang vermutet. Insgesamt wird von 29 Vorfällen gesprochen. Die Taten verteilten sich auf das gesamte Stadtgebiet, im Bereich "Hasengrund" sei aber ein Schwerpunkt festzustellen.
Zudem sagte der Polizeisprecher, dass die Schmierereien zumeist an öffentlichen Gebäuden angebracht wurden und aufwendig entfernt werden mussten. Die Kosten lägen mittlerweile bei mehreren Tausend Euro.
Der Sprecher betonte, dass Taten wie diese mit Geld- und Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren geahndet werden können.
Zeugen werden gesucht
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen sind die Staatsschützer auf der Suche nach Zeugen. Hinweise werden unter der Rufnummer 06151/969-0 entgegengenommen.
Aufgrund des um sich greifenden extremistischen Gedankenguts haben die Stadt Rüsselsheim und der Landkreis Groß-Gerau eine Kampagne gegen entsprechende Symbolik und für eine starke Demokratie unter dem Hashtag #KeinOrtfürHass ins Leben gerufen.