Invasive Asiatische Tigermücke in Hessen: Viele beschäftigt die Frage, wie man sich denn schützen kann
Von Oliver Pietschmann
Wiesbaden - Sie bereitet vielen bereits Kopfzerbrechen, Grund zur Panik gibt es aber noch nicht: Die unter Umständen krankheitserregende invasive Asiatische Tigermücke ist in Hessen bislang in 43 Kommunen registriert worden.
"Regelmäßige Funde gibt es insbesondere im Landkreis Bergstraße, im Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie im Main-Taunus-Kreis", teilte das Gesundheitsministerium auf entsprechende Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Viele beschäftigt eine Frage: Wie kann man sich eigentlich schützen? Hierzu gibt es laut Ministerium mehrere Optionen. Wirkungsvoll ist es, ihnen die Brutstätten zu nehmen. Die Tiere können schon in geringen Wassermengen brüten. Es gilt deshalb:
- Wasseransammlungen zum Beispiel in Untersetzern bestmöglich vermeiden
- Regentonnen zum Schutz abdecken
- Wasser in aufgestellten Vogeltränken und Planschbecken regelmäßig austauschen
- Ungenutzte Blumenvasen beispielsweise auf Friedhöfen immer auf den Kopf stellen
- Regenrinnen mehrmals im Jahr von Laub befreien, damit sich kein Wasser staut
Sollte dies nicht helfen, kann mit fachlicher Beratung biologisches Bekämpfungsmittel eingesetzt werden.
Asiatische Tigermücke als potenzieller Überträger von Krankheiten
Die Tigermücke trägt Krankheitserreger dem Ministerium zufolge nicht von Natur aus in sich, sondern muss sie über Infizierte erst selbst aufnehmen. Eingefangene Mücken können für ein Monitoring an das Dezernat Klimawandel des Ministeriums geschickt werden, alternativ können Fotos von ihnen per Mail übermittelt werden.
Die kleine, schwarz-weiß gestreifte Mücke kann potenziell Krankheitserreger wie das Dengue-, das Chikungunya- oder das Zika-Virus übertragen.
Grund zur Panik ist das bislang jedoch nicht: In Hessen wurde den Angaben zufolge bisher "keine Übertragung von Erregern durch die Asiatische Tigermücke auf den Menschen nachgewiesen".
Die Tiere stammen ursprünglich aus Südostasien.
Sie wurden durch den globalen Waren- und Reiseverkehr verschleppt. In Deutschland konnten die Mücken dem Ministerium zufolge erstmals an der deutsch-schweizerischen Grenze im Jahr 2007 nachgewiesen werden.
Titelfoto: Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

