Sicherheitslücke im Netz hat massive Auswirkungen: Hessische Ministerien sind wieder online
Von Nina Gross, Andrea Löbbecke, Michael Bauer
Wiesbaden - Nach der zeitweisen Abschaltung vieler Internetseiten hessischer Behörden und Ministerien wegen einer weltweiten Sicherheitslücke sind viele Seiten inzwischen wieder erreichbar.
Dazu gehören unter anderem die Internetseiten der Landesregierung und sämtlicher hessischer Ministerien. Als Vorsichtsmaßnahme wegen einer kritischen Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP waren die Seiten am Mittwoch zunächst vom Netz genommen worden.
"Bei hessen.de sowie den Webseiten der Ministerien und der nachgeordneten Bereiche im Hessen-Web konnten keine Hinweise auf einen erfolgreichen Hackerangriff festgestellt werden", teilte eine Sprecherin der Landesregierung mit.
Betroffen waren zudem vorübergehend auch mehrere städtische Internetseiten, darunter die der Stadt Offenbach. "Die vom Netz genommenen Systeme sind alle produktiv geschaltet und können wieder genutzt werden", so die Stadtverwaltung.
Auch in Kassel war der Internetauftritt der Stadt im Laufe des Donnerstags wieder erreichbar.
Entwarnung gibt es ebenso in Hanau: Das System ist weitestgehend für die Bürger wieder nutzbar. Nur an einigen Spezialfunktionen werde im Hintergrund entsprechend noch gearbeitet, teilte ein Sprecher zum Stand mit.
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik schlug Alarm
Hintergrund für die Maßnahmen war eine Sicherheitswarnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Die zuständigen Fachleute arbeiteten daran, die betroffenen Systeme abzusichern.
Die Webseiten sollten wieder erreichbar sein, sobald Sicherheitsupdates eingespielt sind und ein sicherer Betrieb komplett gewährleistet ist.
Von der Sicherheitslücke waren weltweit zahlreiche Webseiten und Onlinedienste betroffen.
Es geht um die weit extrem verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des Internets basiert - von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress.
Titelfoto: Philip Dulian/dpa

