Von Christine Schultze
Frankfurt am Main - Nach einer Explosion in Frankfurt-Sachsenhausen ist der festgenommene 15-jährige Tatverdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Gleich mehrere solcher Taten ereigneten sich in den vergangenen Tagen im Rhein-Main-Gebiet. Gibt es einen Zusammenhang?
Weitere Details zum Motiv des 15-Jährigen und zu den Hintergründen seien aktuell nicht bekannt, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt.
Bei der Tat am Sonntag war ein Kiosk stark beschädigt worden, der Jugendliche war kurz darauf festgenommen worden.
Nur wenige Minuten zuvor hatte es in Offenbach ebenfalls eine Explosion gegeben. Dort waren die Schaufensterscheiben einer Bar und eines gegenüberliegenden Cafés zu Bruch gegangen.
Nur einen Tag später folgte eine Explosion in einem Wohnviertel im Frankfurter Stadtteil Bockenheim, bei der die Eingangsglastür eines Mehrfamilienhauses zerstört wurde. In allen drei Fällen wurde niemand verletzt.
Die Ermittler prüfen einen möglichen Zusammenhang zwischen den Taten und ermitteln in alle Richtungen.
Zugleich bilde aufgrund der Rahmenbedingungen bei den Taten das Phänomen "Violence as a Service" einen Ermittlungsschwerpunkt. Dabei handelt es sich um eine relativ neue Form der Kriminalität, bei der Gewalt wie eine Dienstleistung angeboten wird. Kriminelle Netzwerke lagern hierfür die Vorbereitung und Durchführung von Gewalthandlungen gegen einen Lohn an Dritte aus.