Dresden - Mit einer perfiden Lüge haben Telefonbetrüger eine 87-jährige Dresdnerin um rund 55.000 Euro gebracht. Die Täter spielten mit der Angst der Seniorin um einen Angehörigen und brachten sie dazu, eine enorme Bargeldsumme an einen Fremden zu übergeben.
Der Betrug ereignete sich am Dienstag. Nach Angaben der Polizei erhielt die 87-Jährige zunächst den Anruf einer vermeintlichen Ärztin.
Die Anruferin behauptete, ein Familienmitglied der Seniorin sei schwer erkrankt. Nur ein teures Medikament könne noch helfen. Für dieses angeblich dringend benötigte Mittel sollte die Frau eine hohe Anzahlung leisten.
Die Seniorin glaubte der Geschichte und übergab schließlich rund 55.000 Euro an einen unbekannten Mann.
Der Fall war offenbar kein Einzelfall. Am Dienstag wurden der Polizei zahlreiche weitere betrügerische Anrufe aus Dresden sowie den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gemeldet.
Dabei setzen die Täter auf unterschiedliche Geschichten. Mal täuschen sie eine akute Notlage eines Angehörigen vor, mal versuchen sie ihren Opfern Angst vor angeblichen Diebesbanden zu machen.
Die Polizei warnt auch vor einer anderen Betrugsmasche
Auch eine neue Masche beschäftigt die Polizei: Dabei erzählen die Betrüger ihren Opfern, das Auto eines Angehörigen sei gestohlen worden. Für die Rückgabe des Wagens sollen anschließend mehrere Tausend Euro gezahlt werden.
Die Polizei rät dringend, bei solchen Anrufen misstrauisch zu sein und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte zunächst mit Angehörigen oder einer Vertrauensperson sprechen.
Geld sollte niemals an unbekannte Personen übergeben oder auf unbekannte Konten überwiesen werden.