Brandanschlag auf Synagoge: Staatsanwaltschaft macht weitere Details zur Tat öffentlich

Von Frank Christiansen

Wuppertal - Vor dem Brandanschlag auf die Wuppertaler Synagoge hat der mutmaßliche Täter zwei junge Frauen vom Tatort weggeschickt.

Experten der Polizei sicherten nach der Tat Spuren an der betroffenen Treppe der Synagoge.  © Christoph Petersen/dpa

"Er hat sie aufgefordert, die Örtlichkeit zu verlassen", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Die beiden Frauen, nach denen gesucht worden war, hätten sich inzwischen bei der Polizei gemeldet und ausgesagt. 

Dem Verdächtigen, der seit Freitag in Untersuchungshaft sitzt, sei eine Blutprobe entnommen worden, deren Auswertung genauso andauere wie die seines Handys.

Er habe sich mit einem vorläufigen Aufenthaltstitel, einer sogenannten Fiktionsbescheinigung, in Deutschland aufgehalten. 

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Die Ermittler gehen von Antisemitismus als Tatmotiv aus: Er habe sich klar antisemitisch geäußert, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Tat seien dagegen bislang nicht bei ihm entdeckt worden.

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Ein Richter hatte gegen den 37-jährigen Mann Haftbefehl wegen versuchter schwerer Brandstiftung erlassen. 

Der 37-jährige aus Afghanistan soll zwei Beutel mit Flüssigkeit an die Synagoge geworfen und einen dritten an einer Nebentür ausgegossen und die brennbare Flüssigkeit angezündet haben.

Er war noch in Tatortnähe von Sicherheitskräften festgenommen worden. 

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