Er hat ihn schon einmal geschnappt: Ermittler macht Jagd auf Windkraft-Windei Holt

Von Maurice Dirker

Berlin/Osnabrück - Die Flucht von Windkraftbetrüger Hendrik Holt (36) hat den leitenden Ermittler "persönlich nicht groß überrascht".

Gelingt es dem geltungssüchtigen Hendrik Holt (36), sich dauerhaft bedeckt zu halten?  © Friso Gentsch/dpa

Das sagte der Osnabrücker Oberstaatsanwalt Nils Leimbrock der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In dem Fall "mit seinen zahllosen Absurditäten kann einen nämlich nichts mehr überraschen".

Der Ermittler muss Holt erneut aufspüren, nachdem er ihn bereits 2020 das erste Mal gefasst hatte. Leimbrock ist sich sicher, Erfolg zu haben. Er glaubt kaum, "dass sich dieser konkrete Verurteilte aufgrund seines Geltungsbedürfnisses und seines Finanzbedarfs langfristig erfolgreich der Strafverfolgung entziehen kann", sagte er der Zeitung.

Zudem betonte der Oberstaatsanwalt: "'Flucht' ist ein sehr anstrengender und belastender Zustand." Jüngst war bekannt geworden, dass Holt bei seiner Flucht seine Ehefrau und sein Kind zurückgelassen hat.

Fahndung Rentner um Gold und Schmuck gebracht: Wer kennt diesen fiesen Betrüger?

Holt ist auf der Flucht, seitdem er Ende August nicht von einem genehmigten Ausgang in die Justizvollzugsanstalt in Berlin zurückkehrte. In Berlin war der Straftäter seit Oktober 2024 im offenen Vollzug.

Anzeige

Nach ihm wird weltweit und mit einem Europäischen Haftbefehl gefahndet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es inzwischen "Erkenntnisse". Nähere Angaben machten die Ermittler nicht.

Mehr zum Thema Fahndung: