Dresden - Einst war er Geschäftsführer eines beliebten türkischen Restaurants in Dresden-Plauen. Nun sitzt Halil Ü. (48) mit drei mutmaßlichen Kumpanen wegen Überfalls auf der Anklagebank im Dresdner Landgericht. Die Dönerbande soll den Bruder (31) des Restaurantleiters überfallen haben, um 16.500 Euro zu erbeuten.
Laut Anklage wurden Halil, Niaz N. (21), Shoib B. (20) und Ferdaous S. (21) angestiftet, die Tageseinnahmen des Restaurants zu rauben.
Demnach wusste Ex-Geschäftsführer Halil, dass der Bruder des Restaurantleiters das Geld mit in die Dachgeschosswohnung nimmt.
So wie auch am Abend des 19. Januar. Während Ferdaous in der Nähe Schmiere stand, klopften die anderen drei beim Opfer.
Als der Mann öffnete, wurde er mit Pistolengriffen niedergeschlagen, mit Pfefferspray attackiert. Zwar gelang es dem Opfer zu fliehen.
Aber der Mann erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen.
Täter wurden nach und nach ermittelt
Er wurde notoperiert, lag zwei Tage im Koma, hat bis heute Probleme.
Die Täter wurden nach und nach ermittelt, kamen in U‑Haft. Auch der mutmaßliche Anstifter, der aber in der Türkei untertauchte.
Außerdem sollen Niaz und Ferdaous bereits 2024 versucht haben, einen Jugendlichen zum Dealen zu nötigen. Sie bedrohten den Jungen und dessen Familie massiv, damit der Cannabis verhökert. Das ging so weit, dass das Opfer Angst hatte, zur Schule zu gehen oder überhaupt das Haus zu verlassen.
Das Landgericht will Mitte September Urteile fällen. Ob alle Angeklagten zu den Vorwürfen aussagen werden, ist noch unklar.