Auf frischer Tat ertappt: Wachmann wird zum Keller-Knacker

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Dresden/Chemnitz - Wenn man täglich bis zu zwei Gramm Crystal braucht, reicht ein Job nicht mehr: So entschied sich Rick S. (42) neben seiner Tätigkeit als Wachmann in einer Asylunterkunft, seine alte Tätigkeit als Kellereinbrecher wieder aufzunehmen. Sehr erfolgreich war er damit nicht, nun muss er wieder hinter Gitter.

Rick S. (42) muss nun für anderthalb Jahre ins Gefängnis.
Rick S. (42) muss nun für anderthalb Jahre ins Gefängnis.  © Tobias Koch

Im Jahr 2024 verurteilte das Dresdner Amtsgericht Rick S. bereits wegen über zehn Kellereinbrüchen zu anderthalb Jahren Haft. Weil er schon da unter Bewährung stand, musste er auch tatsächlich ins Gefängnis.

Doch nach Haft und Therapie blieb er gerade mal einen Monat clean. Auf der Arbeit bemerkte anschließend niemand, dass er wieder Crystal zog.

Lebte er mittlerweile in Chemnitz, besorgte er sich die Betäubungsmittel bei alten Bekannten in Dresden. "Mein Lohn hat nicht mehr ausgereicht, die Drogen zu finanzieren", sagt er. "Da bin ich in mein altes Leben zurückgerutscht."

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So ging es im Februar wieder los mit den Kellereinbrüchen. Die Haustüren öffnete er mit seiner Netto-Kundenkarte, brauchte zwischen zwei und drei Sekunden dafür, im Keller knackte er dann die Abteile mit einem Bolzenschneider.

In Freital erbeutete er ein paar Schlüssel und einen E-Scooter, beim zweiten Bruch fand er keine Beute. Dafür konnte er sich in einem Dresdner Treppenhaus einen weiteren E-Scooter schnappen.

Im Keller dieser Blöcke saß der Einbrecher dann plötzlich fest.
Im Keller dieser Blöcke saß der Einbrecher dann plötzlich fest.  © Tobias Koch

Im Mai war dann Schluss. Im Keller der Pillnitzer Straße wurde er von einem Mieter ertappt, der die Tür zuhielt. Zu seinem Pech hatte Rick S. da auch noch Drogen und verbotene Böller einstecken. Urteil: anderthalb Jahre Haft.

Titelfoto: Tobias Koch

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