Brutale Attacke am Jobcenter: Wollte dieser Lehrer seinen Nebenbuhler töten?

Dresden - Der türkische Pädagoge Mahmut U. (33) trat laut Anklage dem Syrer Majd B. (28) in Tötungsabsicht mehrfach auf den Kopf. Bauarbeiter Sinan D. (46) soll dafür das wehrlose Opfer auf dem Boden festgehalten haben. Nun ist Prozess wegen versuchten Totschlags im Landgericht. Wollte der Lehrer seinen Nebenbuhler töten?

Mahmut U. (33) soll in Tötungsabsicht zugetreten haben.  © Thomas Türpe

Der Streit schwelte offenbar schon länger. Die Frau von Mahmut war einst mit Majd zusammen. Die beiden haben ein gemeinsames Kind. Doch obwohl sie inzwischen mit Mahmut verheiratet ist, soll Majd die Frau immer wieder belästigt und kontaktiert haben.

Im Februar trafen alle an der Zwickauer Straße aufeinander. Dabei kam es zum Streit und Majd verletzte seinen Nebenbuhler mit einer Scherbe im Gesicht. Daraufhin "jagten" die Angeklagten ihn.

Nach 200 Metern, Höhe Jobcenter, hätten sie Majd eingeholt, überwältigt und attackierten ihn. Dabei verletzte Mahmut sein Opfer mit mehreren "Stampftritten" auf den Kopf massiv. Kurz darauf kamen beide Angreifer in U-Haft.

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Der Lehrer sorgte schon früher für Polizeieinsätze: So ging er laut Anklage in einem Bistro an der Neustadt mehrfach auf Kneipen-Chef und Gäste los.

Zum Auftakt schwiegen die Angeklagten zu den Vorwürfen. Als sich allerdings die Juristen darüber unterhielten, dass die Gattin von Mahmut, die im Prozess als Zeugin gehört werden soll, derzeit unauffindbar ist, zeigte der Angeklagte plötzlich in den Saal. Seine Ehefrau saß im Zuschauerraum. Diese Vernehmung dürfte also gesichert sein.

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Unweit des Jobcenters wurde Majd B. (28) attackiert.  © imago-images
Sinan D. (46) soll das Opfer am Boden festgehalten haben.  © Thomas Türpe

Brutale Attacke am Dresdner Jobcenter: Prozess wird fortgesetzt

Auch Majd, in der Sache Nebenkläger, soll als Zeuge gehört werden. Nicht zum ersten Mal übrigens: Erst jüngst sagte er in einem anderen Prozess am Landgericht aus. Auch als Opfer. In dem Fall war er von einem Bekannten am Unterleib verletzt worden.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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