"Deinen Penis schneide ich ab": Krimineller Messermann vor Gericht

Dresden - Im Streit ums Geld soll Eddi Ahmed A. (28) seinen Widersacher (28) schwer verletzt haben. Mit einem Messer stach der Somalier einem Syrer in den Unterleib. Nicht der einzige Vorwurf gegen den Gabelstaplerfahrer. Doch er bestreitet alles und spricht von Notwehr.

Der Somalier Eddi Ahmed A. (28, r.) bestreitet alle Vorwürfe im Prozess.  © Steve Schuster

Laut Anklage stach er im Juli 2024 viermal zu, traf den Syrer im Unterbauch und in den Genitalien, worunter das Opfer bis heute leidet. "Ich hatte Drogen bei ihm gekauft. Alle machen das", so der Angeklagte, dem dabei aber 135 Euro "abhandenkamen".

"Ich ging noch mal zu ihm, um zu klären, wo mein Geld ist", so Eddi Ahmed. In der Wohnung des Syrers in der Dresdner Neustadt seien aber noch zwei weitere Männer gewesen.

"Die haben mich alle angegriffen. Als ich am Boden lag, habe ich mich gewehrt. Dass ich jemanden verletzte, bekam ich nicht mit, sonst hätte ich mich bei der Polizei gemeldet", beteuerte der Angeklagte.

Gerichtsprozesse Dresden Widerliche Anklage gegen Lebensgefährten: Freundin betäubt, vergewaltigt und Videos ins Internet gestellt

Bemerkenswert: Tage später kam Eddi Ahmed am Haus des Opfers vorbei, sah den Syrer auf dem Balkon und soll gerufen haben: "Ich töte dich, deine Frau, dein Kind und deinen Penis schneide ich ab."

Der Angeklagte dazu: "Er hatte von oben Wasser auf mich gekippt, da haben wir uns gegenseitig beschimpft."

Anzeige
In dem Wohnkomplex in der Dresdner Neustadt kam es laut Anklage zu einer blutigen Messerstecherei.  © Steve Schuster

Auch weitere Vorwürfe bestreitet er: So soll er seinem Schwager eine Waffe an den Kopf gehalten haben, im Versuch, 2500 Euro zu erpressen. Seiner Schwester klaute er rabiat das Handy und in seiner Unterkunft warf er laut Anklage mit Wasserkocher und Messer nach Mitbewohnern. Nun müssen zahlreiche Zeugen gehört werden. Urteil folgt.

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Dresden: