Gerade erst aus Knast entlassen: Mann flieht mit Opel und rast auf Polizisten zu

Dresden - Er war nur sechs Monate auf freiem Fuß, dann landete Petr S. (43) wieder hinter Gittern. Bei Stolpen war der Tscheche im geklauten Opel auf einen Polizisten zugerast.

Der "geliehene" Opel Grandland zerschellte an einer Mauer in Rennersdorf-Neudörfel.  © Marko Förster

Der Beamte musste in den Reifen schießen, um ihn zu stoppen. Nun schickte ihn der zuständige Dresdner Amtsrichter erneut für zwei Jahre und einen Monat in den Knast.

Im Prozess erinnerte sich Petr nur noch, dass er im Februar mit seinem Kumpel im Nachbarland "Crystal konsumiert" hatte. Dann "lieh" er sich den Opel Grandland des Freundes, um "einzukaufen".

Als Petr, der nie einen Führerschein besaß, gegen 19 Uhr damit über die B6 bei Arnsdorf fuhr, riefen Zeugen die Polizei: Der Wagen fuhr ruckartig, unsicher, blinkte unmotiviert oder hatte die Warnblinkanlage an.

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In Rennersdorf-Neudörfel wollte die Polizei den Opel kontrollieren, der dort an einem Grundstück hielt. Ein Beamter ging darauf zu.

"Plötzlich fuhr er direkt in meine Richtung", so der Hauptmeister, der beinahe zwischen Streifenwagen und Opel eingeklemmt wurde."Ich sprang zur Seite und schoss aufs Hinterrad. Der Fahrer zeigte überhaupt keine Regung."

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Drogenfahrt, Urteil und lange Haft

Petr S. (43) beging bereits mehrere Straftaten.  © Norbert Neumann

Der Opel fuhr zwar weiter, flog aber aus der Kurve und krachte gegen eine Mauer. Dabei erlitt Petr diverse Brüche.

"Ich erinnere mich erst wieder, als ich im Krankenhaus aufwachte", so der Tscheche, der sich im Gericht immerhin aufrichtig bei dem attackierten Polizisten entschuldigte.

Für den Richter beging Petr trotz Drogenrausches Vorsatz. "Sie wollten fliehen und der Polizist stand Ihnen schlicht im Weg", so der Jurist, der den Tschechen dafür verurteilte.

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In Deutschland saß Petr bereits wegen eines Juwelier-Überfalls. In seiner Heimat (25 Einträge) verbrachte er bisher insgesamt zwölf Jahre hinter Gittern. Zuletzt wurde er im Sommer 2025 entlassen.

"An diesem Lebenswandel sollten Sie dringend etwas ändern", mahnte der Richter.

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