Neuer Prozess gegen den Messermann aus Linie 12
Dresden - Mit der Messerattacke in der Linie 12 muss sich das Landgericht Dresden beschäftigen. Nach wochenlanger Verhandlung gegen den mutmaßlichen Angreifer Philipp J. (26) verwies der Amtsrichter den Fall jetzt an die höhere Instanz.
Beikoch Philipp spielte im Oktober mit einem Kumpel laute Musik in der Bahn ab.
"Diese ist dem rechten Spektrum zuzuordnen", so der Staatsanwalt. Fahrgäste, darunter Mahdi S. (35), verbaten sich die Nazi-Klänge.
Es kam zum Handgemenge. Plötzlich zog Philipp ein Küchenmesser mit über elf Zentimeter langer, gezackter Klinge und stach auf den Tunesier ein. Mahdi wurde am Hals und am Oberarm getroffen.
Das Opfer wurde monatelang behandelt, sein Arm ist dauerhaft eingeschränkt.
Laut Richter ist die Strafe, die Philipp erwarten könnte, höher als die Strafgewalt des Amtsgerichtes (maximal vier Jahre). Nun muss das Landgericht den Fall verhandeln. Wann, ist derzeit aber noch unklar.
Titelfoto: Steve Schuster
