Polizisten geboxt: Altenpflegerin mit drei Promille auf Unfallflucht?

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Dresden - Der Bluttest ergab sage und schreibe drei Promille. Dennoch konnte Katrin S. (47) laut Anklage noch kräftig verbal und körperlich gegen Polizisten austeilen. Nun sitzt die Altenpflegerin vorm Amtsrichter in Dresden. Wegen Unfallflucht und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte.

Katrin S. (47) schwieg bisher im Prozess.
Katrin S. (47) schwieg bisher im Prozess.  © Norbert Neumann

Im März sah eine Zeugin nachmittags, wie ein schwarzer Peugeot an der Naundorfer Straße rückwärts gegen einen Citroën rumpelte (Schaden gut 4000 Euro). "Das hat richtig geknirscht", so die Frau. Eine andere Passantin beobachtete, wie der Peugeot danach wegfuhr, in der Nebenstraße parkte, die Fahrerin ausstieg und ins Haus "torkelte".

Die gerufene Polizei ermittelte Katrin als Halterin und klingelte. "Mein Kollege roch den Alkohol", sagte ein Beamter (25). Katrin sei unkooperativ gewesen und tönte: "Ein Gläschen kann man sich doch gönnen." Sie behauptete, sie hätte den Wagen seit drei Tagen nicht gefahren. Die Diskussion nahm kein Ende, Verstärkung wurde geholt, Katrin sollte zur Blutentnahme.

"Als ich ihren Autoschlüssel an mich nahm, schrie sie plötzlich: 'Ihr nehmt mir meinen Schorschi nicht weg!' und boxte nach mir", so der Oberkommissar (39), der am Arm getroffen worden. Es folgten Sätze wie "Du bist genauso blöd wie mein Chef" oder "Mein Vater ist der beste Anwalt von Dresden, der macht dich fertig."

Katrin, deren Führerschein noch am selben Tag beschlagnahmt wurde, schwieg zu den Vorwürfen. Der Richter muss nun weitere Polizisten hören, gab der Angeklagten aber mit auf den Weg: "Gehen Sie noch mal in sich! Ein Geständnis würde zu Ihren Gunsten gewertet." Urteil folgt.

Titelfoto: Norbert Neumann

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