Pirna/Dresden - Sie lösten mit glühender Shisha-Kohle in der Sächsischen Schweiz einen Großbrand aus. Dafür wurden vier Iraker am Amtsgericht Pirna verurteilt. Nun beschäftigte sich jedoch das Landgericht Dresden damit. Es gab neue Urteile. Aber der "juristische Rauch" ist noch nicht verzogen.
Im Juli 2022 hockte Hazeem K. (29) mit drei Kumpels (27 bis 29 Jahre) mit Klapptisch und Campingstühlen auf einem Felsvorsprung, rauchte Shisha.
Am Nachmittag warf er die glühende Kohle den Hang hinab. Bei 30 Grad, Trockenheit und Waldbrandstufe 3! Nachts stand eine Fläche von 6000 Quadratmetern in Flammen, es entstand ein Schaden von 50.000 Euro.
Die Raucher bekamen Bewährung, forderten aber noch mildere Urteile am Landgericht. Jetzt war Prozess. Allerdings nur gegen drei Iraker. Der vierte sitzt ohnehin vier Jahre wegen Vergewaltigung.
Diesmal wurde nur Hazeem verurteilt, weil er den Brand auslöste. Er bekam 21 Monate Haft.
"Ich kann kein Streichholz ins Stroh schießen und hoffen, dass es ausgeht", so der Richter, der die Strafe aber zur Bewährung aussetzte, die anderen Beschuldigten freisprach.
Doch das Urteil ist nicht rechtskräftig. Gut möglich, dass sich der Bundesgerichtshof damit beschäftigen muss.