Totschlag-Prozess in Köln: Mann soll Ehefrau mit Hantelstange erschlagen haben

Köln - Er soll seine Ehefrau mit einer Hantelstange erschlagen haben: Vor dem Kölner Landgericht hat am Donnerstag ein Prozess wegen Totschlags gegen einen 64-Jährigen begonnen. Der Angeklagte äußerte sich bislang noch nicht.

Der 64-Jährige muss sich vor dem Kölner Landgericht wegen Totschlags verantworten.
Der 64-Jährige muss sich vor dem Kölner Landgericht wegen Totschlags verantworten.  © Thomas Banneyer/dpa

Laut Anklage wollte die Frau sich von ihm trennen. Daraufhin soll der Mann ihr in der gemeinsamen Wohnung im bergischen Lindlar fünf Mal mit der Stange einer Kurzhantel auf den Kopf geschlagen haben.

Die 63-Jährige habe zwar noch versucht, sich mit bloßen Händen gegen den Angriff zu wehren. Sie starb aber noch am selben Tag in einem Krankenhaus an ihren schweren Kopfverletzungen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann in schuldvermindertem Zustand handelte.

Unmittelbar nach der Tat im März war der Angeklagte in sein Auto gestiegen und gegen einen Baum gerast, wobei er schwer verletzt wurde, wie ein Gerichtssprecher sagte.

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Nach seiner Festnahme war der 64-Jährige für einige Monate in einer Psychiatrie untergebracht, befindet sich seit November jedoch in Untersuchungshaft in der JVA Köln.

Am ersten Verhandlungstag äußerte der Angeklagte sich nicht zu den Vorwürfen. Seine Verteidigerin kündigte eine Aussage zu einem späteren Zeitpunkt an. Ein Urteil in dem Prozess soll Anfang Februar 2023 gesprochen werden.

Originalmeldung von 6.06 Uhr, zuletzt aktualisiert: 12.10 Uhr

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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