Frau vor einfahrende Bahn geschubst: Gericht schickt Angeklagten in die Geschlossene

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Von Martin Höke

Düsseldorf - Fast ein Jahr nach einem rassistisch motivierten Mordversuch an einer Bahnhaltestelle hat der Angeklagte (34) jetzt seine juristische Strafe erhalten.

Das Landgericht Düsseldorf geht von einer hohen Rückfallgefahr des 34-Jährigen aus. (Symbolfoto)
Das Landgericht Düsseldorf geht von einer hohen Rückfallgefahr des 34-Jährigen aus. (Symbolfoto)  © Oliver Berg/dpa

Der 34-Jährige aus Ratingen ist vom Düsseldorfer Landgericht dauerhaft in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden.

Darüber hinaus stufe man den Angeklagten als gefährlich ein. Von ihm gehe eine hohe Rückfallgefahr aus. 

Er hatte eine 54-jährige Frau für eine Irakerin gehalten und deswegen an einer Straßenbahn-Haltestelle in Ratingen auf die Gleise gestoßen. Die Frau war dabei an Händen und Knien verletzt worden. 

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Weil der 34-Jährige wegen einer Psychose schuldunfähig gewesen sein soll, war gegen ihn am Landgericht in einem sogenannten Sicherungsverfahren verhandelt. 

Die Tat hatte sich am 19. Dezember vergangenen Jahres ereignet. Eine Überwachungskamera hatte den Vorfall aufgezeichnet.

Bei seiner Festnahme hatte der Mann den Polizisten gesagt, er habe die Frau töten wollen, weil sie eine Irakerin sei. 

Tatsächlich ist die Frau Slowakin. Sie sei damals mit ihrer Tochter auf dem Weg zum Arzt gewesen, berichtete sie als Zeugin. "Er hat sich nicht umgedreht und war dann in einen Bus gestiegen." Seither habe sie Angst, mit Bus und Bahn zu fahren.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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