Sohn zündet Familienhaus an: Vater stirbt, Mutter monatelang im Koma

Gera - Seit dem heutigen Dienstag muss sich ein Mann vor dem Landgericht Gera verantworten.

Die Geschehnisse vom Silvesterabend 2022 werden vor dem Landgericht Gera aufgerollt.
Die Geschehnisse vom Silvesterabend 2022 werden vor dem Landgericht Gera aufgerollt.

Der damals 35-Jährige soll nach einem heftigen Streit mit seinem Vater am Silvesterabend 2022 das Haus angezündet haben, in dem er mit seinen Eltern, seiner Ehefrau und zwei Kindern lebte.

Der Angeklagte erklärte beim Prozessauftakt, die genaue Brandursache nicht zu kennen. Er habe seinem Vater nur drohen wollen und daher Benzin in der Küche verschüttet, sagte der heute 36-Jährige bei seiner Einlassung vor dem Landgericht Gera am Dienstag.

Wie das Feuer in der Küche ausbrach, könne er aber nicht sagen. Er hatte gerade erst das Zimmer verlassen, als er Flammen sah, wie der Angeklagte schilderte.

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Dem Angeklagten wird deshalb unter anderem Totschlag vorgeworfen, da der 61-jährige Vater des Mannes starb. Den Angaben nach erlag er den Brandverletzungen, die er bei dem Feuer erlitt.

Die damals 66-jährige Mutter des Mannes sei ebenfalls lebensbedrohlich verletzt worden und habe drei Monate im Koma gelegen, heißt es. Das Wohnhaus brannte vollständig ab. Die Ehefrau sowie die Kinder des Mannes sollen nicht im Haus gewesen sein, als der Mann das Feuer legte.

Für den Prozess sind bislang fünf Verhandlungstermine bis zum 10. August angesetzt.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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