Familien-Drama in Geretsried: Ermittler enthüllen neue Details zum mutmaßlichen Täter
Geretsried - Im oberbayerischen Geretsried (etwa 40 Kilometer südlich von München) wurden am Dienstagmittag zwei Leichen in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus aufgefunden. Ein 19-Jähriger wurde festgenommen. Er soll seine 73-jährige Großmutter und seinen 53-jährigen Vater umgebracht haben.
Wie die Ermittlungebehörden mitteilten, wurde gegen den Deutschen am frühen Mittwochnachmittag Haftbefehl erlassen. Er gilt als dringend tatverdächtig. Im Laufe des Dienstags hätten sich "konkrete Verdachtsmomente" gegen ihn ergeben.
Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte, ging am Dienstag gegen 11.10 Uhr eine Meldung über "eine verdächtige Wahrnehmung mit Blutspuren an einer Wohnung" in einem Mehrfamilienhaus im Königsberger Weg in Geretsried ein.
Am Einsatzort fand eine Streife die Bewohnerin und ihren Sohn leblos vor. Eine Notärztin konnte nur noch den Tod feststellen.
Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim zufolge "bestehen konkrete Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung". Ein Polizeisprecher sprach von "massiven Gewalteinwirkungen".
Zwei Tote in Geretsried: Kriminalpolizei sucht Zeugen
Die Hintergründe und der genaue Ablauf des Geschehens sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim ermittelt unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II in dem Fall.
Die Ermittler bitten Personen, die am Montagabend, 31. August, auf Dienstag, 1. September 2026, bis in die Mittagsstunden im Bereich des Mehrfamilienhauses im Königsberger Weg in Geretsried oder in dessen näherer Umgebung verdächtige Personen, Fahrzeuge oder sonstige auffällige Wahrnehmungen gemacht haben, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter 08816400 oder jeder anderen Polizeiinspektion zu melden.
Erstmeldung: 1. September, 16.36 Uhr; zuletzt aktualisiert: 2. September, 15.25 Uhr
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa
