Nach Fund eines menschlichen Torsos an der Ostsee: Ermittler halten sich bedeckt
Von Birgitta von Gyldenfeldt
Glücksburg - Gut einen Monat nach dem Fund eines menschlichen Torsos in einem Glücksburger Waldstück hält sich die Polizei weiter äußerst bedeckt zum Stand der Ermittlungen.
Es habe einige Hinweise gegeben, denen nachgegangen werde, sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Das Hinweisportal ist weiter freigeschaltet und unter dem Link sh.hinweisportal.de zu erreichen.
Zum Obduktionsergebnis und weiteren Fragen etwa zur Liegezeit des Torsos im Wald äußerte sich die Polizei weiterhin nicht, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
Ein Jäger hatte den in Plastikfolie verpackten Torso eines Mannes am 11. August im Naturschutzgebiet im Friedewald nahe der Förde gefunden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.
Weitere Leichenteile sind nach Angaben der Polizeisprecherin bei weiteren Durchsuchungen des Waldstückes indes nicht gefunden worden.
Dazu, ob die Suche ansonsten neue Spuren und Erkenntnisse geliefert hat, wurden keine Angaben gemacht.
Waldstück wurde mehrfach durchkämmt
Insgesamt sechsmal haben die Ermittler das Gebiet rund um den Fundort durchkämmt, wie die Polizeisprecherin weiter mitteilte. Fünfmal seien Leichenspürhunde zum Einsatz gekommen.
Diese spezialisierten Diensthunde nehmen selbst nach langer Zeit und unter schwierigen Bedingungen den spezifischen Geruch von menschlichen Überresten, Verwesungsstoffen, Blut, Gewebe und Knochen wahr.
Titelfoto: Birgitta von Gyldenfeldt/dpa
