Armer Dackel im Kasseler Hauptbahnhof ausgesetzt - dann wertet die Polizei die Kameras aus

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Kassel - Unter einer Bank angebunden, zugedeckt und offenbar einfach zurückgelassen: Im Kasseler Hauptbahnhof hat die Bundespolizei einen älteren Rauhaardackel entdeckt. Schnell entstand der Verdacht, dass das Tier dort bewusst ausgesetzt worden war.

Ein armer Rauhaardackel wurde im Kasseler Hauptbahnhof herzlos ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. (Symbolfoto)
Ein armer Rauhaardackel wurde im Kasseler Hauptbahnhof herzlos ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. (Symbolfoto)  © 123RF/vladimirnet

Laut einer entsprechenden Meldung war der Bundespolizei am Dienstagabend gegen 21.20 Uhr ein herrenloser Hund in der Bahnhofshalle gemeldet worden.

Eine Streife machte sich daraufhin auf die Suche und fand den Dackel unter einer Bank. Er war mit einer kurzen Leine festgebunden und mit zwei Decken zugedeckt worden.

Neben dem Tier lagen mehrere Packungen Nassfutter und Leckerlis. Die Beamten vermuteten deshalb, dass der Hund nicht nur kurzfristig unbeaufsichtigt geblieben, sondern gezielt zurückgelassen worden war.

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Um herauszufinden, was zuvor passiert war, wertete die Bundespolizei die Videoaufzeichnungen aus dem Hauptbahnhof aus. Dabei bestätigte sich nach Angaben der Ermittler der Verdacht einer Aussetzung. Auf den Bildern konnte ein tatverdächtiges Paar festgestellt werden.

Die Frau konnte wenig später zweifelsfrei identifiziert werden. Sie ist der Polizei bereits bekannt. Eine Überprüfung des Hundes mit einem Chiplesegerät durch Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen brachte hingegen zunächst keinen Hinweis auf einen Halter.

Polizei nimmt Dackel vorerst bei sich auf

Weil am Abend keine andere Unterbringungsmöglichkeit gefunden werden konnte, nahmen die Bundespolizisten den Dackel kurzerhand mit auf ihre Dienststelle. Dort wurde das Tier über Nacht versorgt und betreut.

Am nächsten Tag konnte der Hund schließlich an die zuständige Stelle übergeben werden. Für das Paar könnte die Aktion nun Konsequenzen haben: Gegen beide wird wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen tierschutzrechtliche Vorschriften ermittelt.

Titelfoto: 123RF/vladimirnet

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