Aufatmen in Augsburg: Bombenverdacht nicht bestätigt, Züge rollen wieder

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Von Michel Siebert, Paulina Sternsdorf

Augsburg - In Augsburg kam es am Mittwochmorgen wegen einer Explosion zu einem größeren Polizeieinsatz am Hauptbahnhof. Bereits seit 5 Uhr waren Teile des Bahnhofes gesperrt, mittlerweile dürfen die Züge wieder fahren.

Die Polizei ermittelt nach der Explosion am Hauptbahnhof in Augsburg.
Die Polizei ermittelt nach der Explosion am Hauptbahnhof in Augsburg.  © NEWS5 / Ferdinand Merzbach

Nach Informationen von "Bild" explodierte gegen 3.15 Uhr eine Handgranate vor einem türkischen Juwelier.

Anschließend entdeckte die Polizei einen weiteren verdächtigen Gegenstand im Bahnhof. Ein Sprengstoffhund habe an einem Mülleimer angeschlagen. Der Gegenstand stellte sich im Laufe des Vormittags allerdings als harmlos heraus. Der Bombenverdacht hat sich nicht bestätigt.

Der zeitweise gesperrte Bahnhof wurde daraufhin wieder freigegeben, sagte ein Sprecher der Augsburger Polizei.

Die Polizei musste den Bereich um den Bahnhof großräumig absperren.
Die Polizei musste den Bereich um den Bahnhof großräumig absperren.  © NEWS5 / Ferdinand Merzbach

Zwei Verletzte nach Explosion

Derzeit prüfe die Polizei einen möglichen Zusammenhang zwischen der Handgranate und organisierten Kriminalität. Der Hauptbahnhof war demnach nicht das eigentliche Ziel.

Eine 17-Jährige und ein 18-Jähriger erlitten durch den Vorfall ein Knalltraumata und wurden leicht verletzt. Nach Polizeiangaben sind beide Ukrainer. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie als Passanten zufällig in der Gegend waren.

Auch Fensterscheiben in der Umgebung wurden durch die Explosion beschädigt. Es handelt sich um einen größeren Gebäudekomplex, in dem mehrere Arztpraxen und Geschäfte untergebracht sind. Der Hintergrund der Explosion war zunächst völlig unklar.

Erstmeldung 6.52 Uhr, Update 11.01 Uhr.

Titelfoto: NEWS5 / Ferdinand Merzbach

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