Hamburg - Ungewöhnlicher Polizeieinsatz: Ein verletzter Schwan sorgte am Sonntagvormittag für eine Sperrung im Hamburger S-Bahn-Bereich.
Gegen 11.17 Uhr meldeten aufmerksame Bahnreisende der Bundespolizei, dass sie einen Schwan im Gleisbereich zwischen den S-Bahnhöfen Veddel und Wilhelmsburg entdeckt hatten.
Sofort ordneten die Beamten für den betroffenen Streckenabschnitt eine Sperrung sowie das Abstellen des Stroms an, teilte die Polizei am Montag mit. Zu möglichen Auswirkungen auf den Bahnbetrieb konnten keine Angaben gemacht werden.
Als die Einsatzkräfte den Schwan vor Ort tatsächlich im Gleisbereich entdeckten, war schnell klar: Das Tier war verletzt. Es hatte deutlich erkennbare Blessuren, konnte sich nicht mehr selbstständig fortbewegen und blutete am Schnabel.
Gemeinsam mit angeforderten Feuerwehrkräften retteten die Bundespolizisten den verletzten Schwan aus dem Gefahrenbereich.
Schwan auf Gleisen sorgt für Sperrung im Hamburger S-Bahn-Verkehr: Beamte bringen ihn ins Tierheim
Fotos des Einsatzes zeigen, dass die Beamten das Tier in einem Käfig von den Gleisen beförderten. Anschließend konnte die Streckensperrung wieder aufgehoben werden.
Für den Schwan war der Einsatz damit allerdings noch nicht vorbei: Die Beamten brachten das verletzte Tier mit einem Dienstfahrzeug zur weiteren Untersuchung und Versorgung ins Tierheim in der Süderstraße. Dort sollte sichergestellt werden, dass der Schwan medizinisch versorgt werden kann.