Cyberangriff legt Stadtverwaltung in Bayern lahm: Kein Telefon, keine E-Mails
Von Irena Güttel
Eichstätt - Die Stadt Eichstätt ist am Montag Opfer eines Cyberangriffs geworden. Alle Server seien vorsorglich vom Netz genommen, sagte Stadtsprecherin Sophie Fries.
Dadurch seien alle Dienste der Stadtverwaltung lahmgelegt. Noch sei unklar, ob und wenn ja, welche Daten abgeflossen seien.
Die Stadt sei per E-Mail nicht erreichbar und die Telefonanlage funktioniere nicht. Für Notfälle sei eine Hotline eingerichtet worden, die seit Dienstagmorgen erreichbar sei.
Der Cyberangriff ist Fries zufolge am Montagmorgen aufgefallen. Die Kommune in Oberbayern arbeitet eng mit Polizei und Landeskriminalamt (LKA) zusammen, um zu klären, welche Daten möglicherweise betroffen sein könnten.
LKA-Forensiker seien dazu bis zum Montagabend im Rathaus gewesen.
Verwaltung warnt vor Fälschungen
Das Rathaus bleibt vorerst geschlossen. In dringenden Fällen, etwa bei Sterbeurkunden, hilft ein Infopunkt im Eingangsbereich. Über die Homepage und soziale Medien informiert die Stadt über den aktuellen Stand.
Die Verwaltung rät zudem, Mitteilungen und insbesondere Rechnungen aus dem Rathaus sorgfältig auf mögliche Fälschungen zu prüfen.
Titelfoto: Lennart Preiss/dpa
