Deutscheste Bombendrohung aller Zeiten? Ausländerbehörde als Ziel auserkoren
Ludwigshafen - Erst große Aufregung, dann glücklicherweise allerdings recht schnell Entwarnung in Ludwigshafen: Bei der Ausländerbehörde der Stadt ist am Dienstagmorgen eine Bombendrohung eingegangen - und zwar per Fax!
Wie die Polizei mitteilte, war die anonyme Drohung gegen 9.30 Uhr angekommen. Das Gebäude wurde daraufhin gründlich von angerückten Beamten mit der Unterstützung einiger Sprengstoffspürhunde durchsucht. Gefährliche Substanzen konnten dabei von den Kräften jedoch nicht festgestellt werden.
Experten des Landeskriminalamtes analysierten das Schreiben und kamen schlussendlich zur Einschätzung, dass im vorliegenden Fall nicht von einer ernsthaften Drohung auszugehen war.
Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat Ermittlungen wegen einer "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat" aufgenommen.
Bombendrohungen - auch solche, die auf eine der wohl altmodischsten und deutschesten Methoden übermittelt werden - stellen eine Straftat dar und werden dementsprechend rechtlich geahndet. Laut den Beamten können durch die polizeilichen Einsatzmaßnahmen wie denen in Ludwigshafen zudem mitunter erhebliche Kosten entstehen.
Titelfoto: Arne Dedert/dpa