Dramatischer Fund in Thüringen: Toter Mann unter Müllbergen geborgen

Tannroda - "Altes Stallgebäude, verschüttete Person, vermutlich", lautete die Meldung, die am Donnerstagmittag bei der Freiwilligen Feuerwehr Tannroda sowie der Stützpunktfeuerwehr Bad Berka einging. Es folgte ein etwa zweistündiger Einsatz ohne Happy End. Die Erstmeldung bewahrheitete sich: Die Einsatzkräfte mussten einen leblosen Mann bergen.

Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Tannroda und die Stützpunktfeuerwehr Bad Berka am Donnerstagmittag in Tannroda.  © Stefan Eberhardt

Wie Sebastian Schneider, Einsatzleiter der Feuerwehr Tannroda, berichtete, rückte seine Mannschaft umgehend mit einem Löschgruppenfahrzeug aus, als die Meldung einging.

Das Einsatzstichwort ließ bereits Schlimmes erahnen, doch was sie erwartete, war schlimmer. Denn bereits die Lageerkundung stellte sie vor massive Probleme.

Der reguläre Zugang zur betroffenen Etage über den Treppenaufgang war unmöglich. "Über die Treppe und die Tür kamen wir direkt gar nicht heran", Schneider weiter. So entschieden sie sich, sich mithilfe einer Steckleiter und über eine Luke an der Front Zugang zu verschaffen.

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Der nächste Schock: Die obere Etage glich laut Einsatzleiter einer Müllhalde. Offenbar war das gesamte Stockwerk über längere Zeit hinweg als Lager genutzt worden.

Um überhaupt zur verschütteten Person zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte im Schutzanzug zunächst Säcke, Kisten und Berge von Unrat entfernten. Insgesamt räumten sie einen Radius von etwa zwei Metern um den Fundort des Mannes frei.

Doch bevor es an die Bergung ging, sicherte zunächst die Kriminalpolizei jegliche Spuren und Hinweise, um den Vorfall so gut wie möglich rekonstruieren zu können.

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Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den genauen Umständen, die zu dem Unglück führten, aufgenommen. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa

Anschließend konnte die leblose Person mithilfe einer Schleifkorbtrage und der Drehleiter sicher nach unten transportiert und an die Kriminalpolizei übergeben werden.

Nach etwa zwei Stunden intensiver Arbeit war der Einsatz für die Feuerwehren gegen 14 Uhr offiziell beendet.

Doch für die Kriminalpolizei noch lange nicht. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen, die zu dem Tod und der Verschüttung der Person geführt haben, dauern derzeit noch an.

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Um wen es sich bei der verstorbenen Person handelte oder wie alt der Mann war, konnte die Polizei am Donnerstagabend zunächst noch nicht sagen.

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