Einbruchs-Serie in Stuttgart: Mutmaßlicher Täter in Italien geschnappt
Stuttgart - Ein mutmaßlicher Einbrecher, der im Sommer in Stuttgart sein Unwesen getrieben haben soll, ist den Behörden nun ins Netz gegangen. Nach seiner Flucht aus Deutschland klickten in Italien die Handschellen.
Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Stuttgart am Donnerstag mitteilten, ist die Flucht eines 30-jährigen rumänischen Staatsangehörigen in Norditalien beendet worden. Italienische Beamte nahmen den Mann am Dienstag in Turin fest.
Er steht im dringenden Verdacht, im August für Einbrüche in den Stuttgarter Stadtteilen Bad Cannstatt und Mühlhausen verantwortlich gewesen zu sein.
Auf die Schliche kam die Kriminalpolizei dem 30-Jährigen durch Videoüberwachungsbilder aus einem der betroffenen Gebäude. Bei einer Durchsuchung stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher.
Dank dieser Funde konnten dem Mann bislang zwei konkrete Taten vom 8. und 9. August in der Balthasar-Neumann-Straße und der Eisenbahnstraße zugeordnet werden.
Dort soll der Verdächtige Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von rund 6500 Euro erbeutet haben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwirkte daraufhin einen Haftbefehl.
Verdächtiger flüchtet aus Deutschland
Der 30-Jährige tauchte jedoch unter und flüchtete aus Deutschland.
Ein entscheidender Hinweis der Stuttgarter Ermittler brachte die italienischen Behörden schließlich auf seinen genauen Aufenthaltsort in Turin, wo er am Dienstag festgenommen wurde.
Derzeit wird die Auslieferung des Mannes an die deutschen Behörden vorbereitet.
Die Polizei prüft im Rahmen der andauernden Ermittlungen nun, ob der 30-Jährige noch für weitere Einbrüche im Raum Stuttgart verantwortlich ist.
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

