Bad Homburg vor der Höhe - Erst krachte ein Auto in eine ganze Rotte Wildschweine, dann kam es im Rückstau zum nächsten Unfall! Auf der B456 im Hochtaunuskreis haben sich am Dienstagabend dramatische Szenen abgespielt. Die Bilanz: sechs tote Tiere, zwei Verletzte und ein gewaltiger Sachschaden.
Wie die Polizei berichtet war gegen 21.33 Uhr ein VW Golf auf der B456 zwischen Bad Homburg und der Saalburg in Richtung Wehrheim unterwegs, als plötzlich mehrere Wildschweine die Fahrbahn überquerten. Der Fahrer konnte einen Zusammenstoß mit den Tieren nicht mehr verhindern.
Die Folgen waren verheerend: Gleich sechs Wildschweine überlebten die Kollision nicht. Auch der Golf wurde schwer beschädigt.
Trümmerteile, ausgelaufene Betriebsstoffe und die toten Tiere verteilten sich über einen rund 200 Meter langen Abschnitt der Bundesstraße.
Für die Einsatzkräfte blieb keine andere Wahl: Die B456 musste in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt werden und das für mehrere Stunden!
Doch damit nicht genug! Während sich aufgrund der Sperrung ein Rückstau bildete, kam es wenig später zum nächsten folgenschweren Zwischenfall.
Autofahrer will im Stau wenden - dann kracht es erneut
Ein Autofahrer wollte mit seinem Wagen auf der Bundesstraße wenden. Dabei kollidierte er mit zwei weiteren Fahrzeugen.
Zwei Menschen erlitten bei dem Zusammenstoß leichte Verletzungen und mussten vom Rettungsdienst versorgt werden. Eine der betroffenen Personen wurde anschließend zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Insgesamt waren an den beiden Unfällen fünf Menschen und vier Autos beteiligt. Keines der Fahrzeuge war danach noch fahrbereit - alle mussten abgeschleppt werden.
Auch finanziell hat das Unfall-Chaos erhebliche Folgen: Die Polizei beziffert den entstandenen Gesamtschaden nach ersten Schätzungen auf rund 105.000 Euro.
Die stundenlange Vollsperrung sorgte zudem für massive Verkehrsbehinderungen auf der B456.