Stuttgart - Eine gewöhnliche Fahrscheinkontrolle in den frühen Morgenstunden ist in einem ICE von Stuttgart nach Ulm aus dem Ruder gelaufen. Ein 57-jähriger Fahrgast attackierte einen Bahnmitarbeiter, versuchte ihn zu würgen und stieß ihn in eine Gepäckablage.
Es passierte am Mittwochmorgen gegen 4.30 Uhr auf der Strecke von Stuttgart nach Ulm: Ein 25-jähriger Zugbegleiter wollte im Fernzug den Fahrschein eines 57-jährigen Passagiers kontrollieren. Der Reisende händigte dem Bahnmitarbeiter jedoch dabei eine ältere Fahrpreisnacherhebung aus.
Noch während der Prüfung schlug der Fahrgast dem 25-Jährigen das Dokument aus der Hand und versuchte, den Zugbegleiter am Hals zu würgen.
Eine Kollegin eilte zu Hilfe und verständigte die im Zug mitreisenden Mitarbeiter des DB-Sicherheitsdienstes. Im weiteren Verlauf des Gerangels stieß der Tatverdächtige den Bahnmitarbeiter zudem gegen eine Gepäckablage.
Der Geschädigte wählte im weiteren Verlauf den Notruf der Bundespolizei. Als der ICE im Ulmer Hauptbahnhof einrollte, warteten dort bereits mehrere Streifenbeamte auf dem Bahnsteig. Die Polizisten trafen im Zug sowohl auf den 57-jährigen Tatverdächtigen als auch auf das Opfer und weitere Augenzeugen des Vorfalls.
Opfer musste nicht ins Krankenhaus
Trotz der körperlichen Übergriffe blieb der 25-jährige Zugbegleiter nach derzeitigem Kenntnisstand unverletzt und benötigte keine medizinische Versorgung vor Ort.
Der 57-jährige Angreifer wurde für die weiteren polizeilichen Maßnahmen auf das Bundespolizeirevier Ulm gebracht. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet. Nach Abschluss aller Formalitäten durfte der Mann seine Reise fortsetzen.