Freiberg - Mindestens viermal wurde am Wochenende in Freiberg mit Falschgeld bezahlt. Zwei Tatverdächtige konnte die Polizei schnappen.
Zum einen wurde am Wochenende in einem Lokal in der Meißner Gasse mit falschen 50ern bezahlt. Zum anderen sind drei Taxifahrer den Betrügern zum Opfer gefallen. Die letzte Fahrt ereignete sich am Sonntag gegen 17 Uhr.
Die alarmierten Polizisten konnten daraufhin dank eines Zeugenhinweises zwei Tatverdächtige stellen, die mutmaßlich zuvor den Taxifahrer mit Falschgeld bezahlt hatten.
Bei den beiden Männern handelt es sich um 18-jährige Syrer. Weiteres Falschgeld wurde bei ihnen jedoch nicht gefunden. "Inwiefern sich der Tatverdacht gegen sie in allen Fällen erhärten lässt, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen", teilte die Polizei weiter mit.
Auf Weisung der Staatsanwaltschaft sind sie nach den ersten polizeilichen Maßnahmen entlassen worden. Die in Verkehr gebrachten 50-Euro-Falschgeldscheine wiesen unter anderem in Bezug auf Sicherheitsfaden und Wasserzeichen fehlende Sicherheitsmerkmale auf.
Um nicht Opfer derartiger Straftaten zu werden, empfiehlt die Polizei, sich zum Thema Falschgeld zu informieren.
Falschgeld entdeckt? Ab zur Polizei
Immerhin wurden in Sachsen im vergangenen Jahr insgesamt 1248 gefälschte Euro-Banknoten sowie 6504 falsche Euromünzen im Zahlungsverkehr registriert. Dabei entstand ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von 89.129 Euro (76.920 Euro bei Banknoten und 12.209 Euro bei Münzen).
Ganz weit vorne lag dabei Leipzig mit 510 Noten. Im Vergleich: Dresden zählte 191 und Chemnitz 126 Noten. Wichtig dabei ist: Der Auffindeort falscher Banknoten ist nicht unbedingt gleich ihr Herstellungsort. Wo viel Geld umgesetzt wird, wird naturgemäß mehr Falschgeld entdeckt. Städte sind daher vor allem wegen ihrer Infrastruktur betroffen.
Zur Überprüfung Eures Geldes geht Ihr am besten nach dem Prinzip "Fühlen - Sehen - Kippen" vor: Fühlt Ihr eine erhabene Struktur? Seht Ihr beim Ins-Licht-Halten Wasserzeichen, Sicherheitsfäden und gegebenenfalls Porträtfenster? Verändert sich beim Kippen der Banknote das Hologrammelement?
Solltet Ihr Falschgeld erhalten und erkannt haben, gebt es keinesfalls zurück oder weiter. Denn neben der Herstellung ist auch die Verbreitung von Falschgeld strafbar. Stattdessen fasst die Banknote möglichst wenig an und übergebt sie an die Polizei. Der Betrag ist jedoch für Euch futsch: Für Falschgeld erhält man keinen Ersatz.