Filmreife Verfolgungsjagd nach Geldautomaten-Sprengung endet mit Festnahme

Kierspe/Odenthal - In der Nacht zum Mittwoch haben drei Männer einen Geldautomaten in Kierspe im Märkischen Kreis gesprengt und lieferten sich anschließen eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. In Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis) wurde das Trio schließlich festgenommen.

Die Explosion hatte an dem Gebäude massive Schäden verursacht.
Die Explosion hatte an dem Gebäude massive Schäden verursacht.  © Polizei Märkischer Kreis

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, hatten Anwohner in der vergangenen Nacht gegen 2 Uhr mehrere Explosionen im Bereich eines Geldautomaten an der Friedrich-Ebert-Straße gehört und umgehend den Notruf gewählt.

Die Sprengung hatte dabei massive Schäden an dem Gebäude verursacht. Durch umherfliegende Teile sei zudem auch die Fassade eines gegenüberliegenden Gebäudes beschädigt worden, wie es hieß. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Den Tätern gelang zunächst die Flucht mit einem Audi, woraufhin die Beamten umfangreiche Fahndungsmaßnahmen einleiteten. Das Fahrzeug sei dabei zuletzt im Märkischen Kreisgebiet im Raum Halver gesehen worden, habe jedoch nicht gestoppt werden können, schilderte ein Polizeisprecher.

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Nur kurze Zeit später, gegen 2.25 Uhr, sichteten Einsatzkräfte den flüchtigen Audi dann im Raum Wermelskirchen und nahmen die Verfolgung des Wagens auf, der über Burscheid bis nach Odenthal raste. Die mutmaßlichen Täter versuchten die Beamten dabei durch den Einsatz eines Laserpointers abzuschütteln, mit dem sie die Beamten blendeten.

In Odenthal gelang es den Einsatzkräften dennoch, den Audi in einer Sackgasse zu stoppen, woraufhin die Insassen zu Fuß in ein Waldstück flüchteten. Die Beamten forderten daraufhin einen Polizeihubschrauber an, der die Suche aus der Luft unterstützte.

Mutmaßliches Täter-Trio stammt aus den Niederlanden

Anwohner hatten die Polizei in der Nacht zu Mittwoch alarmiert, nachdem sie mehrere Explosionen gehört hatten.
Anwohner hatten die Polizei in der Nacht zu Mittwoch alarmiert, nachdem sie mehrere Explosionen gehört hatten.  © Polizei Märkischer Kreis

"Alle drei mutmaßlichen Täter konnten kurz darauf festgenommen werden", schilderte der Sprecher den weiteren Verlauf des Einsatzes. Die Polizeibeamten hätten dabei auch Pfefferspray eingesetzt.

"Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um drei Männer aus den Niederlanden im Alter von 23 bis 24 Jahren. Im Fahrzeug fanden Polizeibeamte umfangreiches Spuren- und Beweismaterial, das nun ausgewertet wird", hieß es.

Die Beamten stellten den Audi sicher und ermitteln derzeit auf Hochtouren. Eventuelle Zusammenhänge zu anderen Taten würden geprüft, erklärte der Sprecher abschließend.

Titelfoto: Polizei Märkischer Kreis

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