Gießen - Ein mit Holz beladener Lastwagen auf einer Autobahn sorgt bei vielen Millennials für ein ungutes Gefühl, vor allem, wenn man dahinter fährt. Szenen wie im Film "Final Destination 2" gab es am Montag jedoch zum Glück nicht.
Eine aufmerksame Streife der Polizei griff ein, zog auf der A485 nahe dem Dreieck Bergwerkswald gegen 12.20 Uhr das Lastwagengespann aus dem Verkehr. Geladen hatte dieses Baumstämme und Holzteile, die unzureichend gesichert waren.
Angaben vom Dienstag zufolge hätten die Beamten des Regionalen Verkehrsdienstes Wetterau bei dem Anblick des Fahrzeugs "nicht schlecht gestaunt".
Mehrere Baumstämme ragten demnach deutlich über die Ladefläche hinaus, lagen teilweise lose auf dem Laster. Der Transport sei potenziell nicht nur gefährlich für andere gewesen, sondern auch für die Frau (57) am Steuer des gestoppten Gespanns.
Nach Einschätzung der Einsatzkräfte war davon auszugehen, dass bei einer Gefahrenbremsung mindestens einer der Stämme das Führerhaus durchschlagen und die Frau schwer verletzen oder gar hätte töten können.
Die 57-Jährige zeigte sich laut Polizei uneinsichtig. "Sie war sich keiner Schuld bewusst und beharrte vielmehr darauf, dass alles in Ordnung sei", hieß es. Die Beamten teilten diese Einschätzung nicht und leiteten stattdessen nicht nur ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Frau ein. Ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg kommen auf diese zu, ihre Fahrt fortsetzen konnte sie erst, nachdem die Ladung umgeladen und komplett ordnungsgemäß gesichert war.