Parsberg - Sechs Menschen sind bei einem Brand auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses Parsberg verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer am Mittwochnachmittag auf dem Dach eines Neubaus aus.
Der Brand entstand gegen 16 Uhr. Wie, ist noch nicht abschließend geklärt.
Laut Polizeiinspektion Parsberg wurden zu diesem Zeitpunkt gerade Bitumenschweißbahnen auf dem Dach verlegt.
Das Feuer breitete sich im weiteren Verlauf auf etwa 500 Quadratmeter aus. Mehrere 33 Kilogramm schwere Propangasflaschen, die auf dem Dach standen, explodierten. "Hierdurch flogen teils kiloschwere Eisenfragmente bis zu 150 Meter durch die Luft", so die Polizei.
Ein Arbeiter erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht. Vier weitere Menschen zogen sich leichte Rauchvergiftungen zu. Zudem musste ein Feuerwehrmann wegen Dehydrierung medizinisch behandelt werden.
Für die Patienten des Krankenhauses bestand nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr. Vorsorglich wurden Fenster und Türen geschlossen.
Eine Räumung des Gebäudes sei jedoch nicht erforderlich gewesen, hieß es.
Fast eine Million Euro Sachschaden
Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf 700.000 bis 800.000 Euro. Das teilte sie am Mittwochabend mit. Mehr als 13 Feuerwehren mit rund 170 Einsatzkräften waren laut Polizei vor Ort. Unterstützt wurden sie von Sanitätern, Polizisten, THW-Fachberatern und einem Polizeihubschrauber.
Dieser suchte mit einer Wärmebildkamera nach heißen Trümmerteilen, die anschließend abgelöscht wurden. Nach zwei Stunden konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.