Gefährliche Halloween-Süßigkeiten in Sachsen-Anhalt: Schrauben und Münzen in Schokoriegeln
Magdeburg - Eigentlich sollen die gesammelten Süßigkeiten nach Halloween für Freude sorgen. Doch in Sachsen-Anhalt wurden jetzt gleich in drei Landkreisen gefährliche Metallteile darin entdeckt.
Nach Angaben der Polizeiinspektion Magdeburg wurden bislang Fälle im Jerichower Land, im Landkreis Börde sowie im Harz bekannt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Auch in anderen Bundesländern waren zuletzt ähnliche Funde gemeldet worden. Unter anderem wurden Nadeln, Nägel und andere Metallteile in Schokoriegeln und Kaubonbons entdeckt.
Wie gefährlich die Halloween-Ausbeute sein kann, zeigt ein Vorfall aus Burg (Landkreis Jerichower Land).
Dort waren am Samstagabend mehrere Kinder im Bereich der Siedlung Ost unterwegs, um Süßigkeiten zu sammeln.
Wieder zu Hause angekommen, breiteten sie ihre Ausbeute aus. Als eine Mutter eine der Verpackungen öffnete, folgte der Schock: In der Süßigkeit steckte eine Schraube!
Daraufhin wurden auch die übrigen Naschereien genauer unter die Lupe genommen. Und tatsächlich fanden sich in sechs weiteren Verpackungen gefährliche Gegenstände, darunter Schrauben und Cent-Münzen.
Polizei sucht Zeugen und weitere Geschädigte
Die Polizei stellte die betroffenen Süßigkeiten sicher und ermittelt jetzt wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.
Noch ist unklar, wer hinter den Fällen steckt. Auch ob künftig das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernimmt, steht bislang nicht fest.
Die Ermittler warnen deshalb ausdrücklich davor, die gesammelten Leckereien ungeprüft zu essen. Vor allem Eltern sollten die Halloween-Ausbeute ihrer Kinder sorgfältig kontrollieren.
Wer in Burg etwas Verdächtiges beobachtet oder ebenfalls manipulierte Süßigkeiten entdeckt hat, wird gebeten, sich beim Polizeirevier Jerichower Land unter 03921/9200 oder per E-Mail an [email protected] zu melden.
Titelfoto: Bildmontage: Polizei Hannover/dpa, Nadwa (privat)/Nadwa/dpa

