Gefahr für Bevölkerung! Polizei warnt wegen Niedrigwasser
Von Philipp Rahn
Mainz - Niedrige Pegelstände an Rhein und Mosel legen gefährliche Flussbetten frei. Die Wasserschutzpolizei rät zur Vorsicht - alte Kampfmittelreste können zur tödlichen Gefahr werden!
"Mit den zurückweichenden Uferlinien offenbaren die freiliegenden Flussbetten nicht nur unberührte Kieselbänke, sondern bergen auch erhebliche, oft lebensgefährliche Risiken für die Bevölkerung", lautet die ausgesprochene Warnung der Polizei.
Im Flussbett würden immer wieder alte Munitions- und Kampfmittelreste entsprechend sichtbar. Obwohl diese Jahrzehnte alt sein können, gehe von ihnen noch immer eine erhebliche Gefahr aus.
"Trotz der langen Liegezeit im Wasser sind Kampfmittel weiterhin hochempfindlich gegenüber Erschütterungen und können selbst bei geringster Berührung detonieren", so die Wasserschutzpolizei.
Die Fundstücke dürften nicht angefasst oder bewegt werden. Stattdessen gelte, Abstand zu halten und sofort die Polizei zu verständigen.
Schwimmen in Flüssen auch bei Niedrigwasser lebensgefährlich
Darüber hinaus bleibe das Schwimmen in Flüssen auch bei Niedrigwasser lebensgefährlich, hieß es weiter. "Der scheinbar ruhige, niedrige Wasserstand täuscht: Starke Strömungen und Strudel nehmen durch das verengte Flussbett zu."
Vorbeifahrende Schiffe könnten Personen aus den Flachwasserzonen direkt unter das Schiff oder in die Strömung ziehen.
Zudem könne der Grund des Flusses unvermittelt steil abfallen.
Titelfoto: Jennifer Brückner/dpa
