Sigmaringen - In Sigmaringen kam es am vergangenen Wochenende zu einer schockierenden Gewalttat, bei der ein 19-jähriger Mann über Stunden hinweg sowohl körperlich als auch seelisch schwer misshandelt worden sein soll.
Wie die Polizei am Donnerstagnachmittag mitteilte, nahm der Vorfall seinen Anfang, als der 19-jährige Hauptverdächtige dem Geschädigten vor dem Lokal eine Augenbinde anlegte. Dann soll er unter Gewaltanwendung in das Gebäude verschleppt worden sein.
Neben Schlägen und Tritten soll der junge Mann über mehrere Stunden hinweg mit einem Messer sowie einer Schusswaffe bedroht worden sein, die ihm direkt an den Kopf gehalten wurde.
Zusätzlich zeigten die mutmaßlichen Täter dem wehrlosen Opfer Videos von Folterhandlungen und drohten ihm mit einem ähnlichen Schicksal.
Im weiteren Verlauf sollen die Männer den 19-Jährigen entkleidet und ausgeraubt haben. Die Beute belief sich auf mehrere hundert Euro Bargeld und ein Smartphone, welches vor den Augen des Opfers zerstört wurde.
Erst am Morgen freigelassen
Erst in den frühen Morgenstunden des Sonntags ließen die Verdächtigen den Mann schließlich frei, der sich unmittelbar zur nächsten Polizeidienststelle begab.
Dank schneller Ermittlungen und sichergestellter Beweismittel konnte der 19-jährige Hauptverdächtige, ein deutscher Staatsangehöriger, bereits festgenommen werden. Eine Haftrichterin ordnete am Donnerstag Untersuchungshaft wegen besonders schweren Raubes, Freiheitsberaubung, gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung an.
Die mutmaßlichen Komplizen, ein 24-jähriger Kosovare und ein 30-jähriger Deutscher, befinden sich weiterhin auf freiem Fuß. Die Ermittlungen zu deren genauer Tatbeteiligung und den Hintergründen der Tat dauern aktuell noch an.