Häftling bei Feuer in Knast-Klinik schwer verletzt: War Kippe der Auslöser?

Von Oliver Auster

Fröndenberg/Düsseldorf - Der Brand im Gefängnis-Krankenhaus Fröndenberg könnte durch eine Zigarette im Krankenbett eines Häftlings ausgelöst worden sein.

Bei dem Brand in Fröndenberg hatte laut Staatsanwaltschaft das Bett in Flammen gestanden. (Symbolbild)  © Jonas Güttler/dpa

Die Staatsanwaltschaft prüft diese Möglichkeit, wie ein Sprecher der dpa sagte. Der Häftling (38) war durch eine Rauchvergiftung schwer verletzt worden und konnte noch nicht vernommen werden.

Wie das Justizministerium auf Anfrage bestätigte, ist in den Hafträumen der psychiatrischen Station des Justizvollzugskrankenhauses (JVK) - im Gegensatz zu anderen Bereichen des Hauses - Rauchen erlaubt.

Das habe vor allem medizinische Gründe, so eine Sprecherin des Ministeriums: Bei regelmäßigen Rauchern könnten bei einem plötzlichen Stopp Psychopharmaka länger im Körper bleiben und "sich dort zu einer gefährlichen Überdosierung anreichern".

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Auch wenn die Brandursache im aktuellen Fall noch unklar sei, könne man allgemein nicht komplett verhindern, dass Gefangene einen Brand legten, so die Ministeriumssprecherin.

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Fahrlässige oder absichtliche Brandstiftung?

Die Justizvollzugsanstalten - auch das Haftkrankenhaus - seien zwar mit flammhemmenden Matratzen ausgestattet, aber durch Kleidung, Bettwäsche oder die persönliche Habe seien zwangsläufig brennbare Gegenstände in einer Zelle.

Ob es sich um fahrlässige oder absichtliche Brandstiftung handelte, ist laut Staatsanwaltschaft noch unklar. Die Ermittlungen gehen weiter.

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