Von Hannan el Mikdam-Lasslop
Halle (Saale) - Chaotischer Halloween-Abend in Halle: Aus einer etwa 100 Menschen großen Gruppe heraus sind am Landesmuseum nach Angaben der Polizei mehrere Polizeikräfte mit Pyrotechnik, Steinen und Glasflaschen beworfen worden.
Auch polizeifeindliche Parolen wurden gerufen, so eine Sprecherin. Demnach handelte es sich bei der Gruppe um Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 13 und 20 Jahren. Verletzt worden sei niemand.
Ein 13-Jähriger wurde von der Polizei vor Ort gestellt und an einen Erziehungsberechtigten übergeben, nachdem er gegen 20.15 Uhr einen Böller auf die Beamten geworfen haben soll. Auch ein 14-Jähriger wurde von Polizisten gefasst.
In der Nähe des Museums in der Richard-Wagner-Straße sei außerdem ein vorbereiteter Haufen Pflastersteine gefunden worden, so die Sprecherin weiter. Die Behörde gab zudem an, Teile der Gruppe hätten Mülltonnen auf einer Straße umgekippt und den herausgefallenen Müll angezündet.
Auch am Riveufer in der Nähe des Museums legten demnach Teile der Gruppe Bauzäune, Warnbarken und weitere Mülltonnen auf eine Fahrbahn. Laut der Sprecherin sollten die Polizeikräfte so behindert werden. Teile der Gruppe waren demnach zuvor dorthin geflüchtet.
Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.