Hund nach Polizeischuss gestorben: Brisante Wendung und Anzeige gegen Beamten!

Ludwigshafen am Rhein - Nach dem tödlichen Polizeischuss auf einen Hund in Ludwigshafen kommen neue, brisante Details ans Licht. Denn der 36-jährige Hundehalter, dessen Vierbeiner von einem Polizeibeamten angeschossen wurde und später starb, war offenbar der Falsche!

Im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen wurde am Samstag ein Hund durch einen Schuss eines Polizisten tödlich verletzt. (Symbolfoto)  © 123rf/huettenhoelscher

Das bestätigte das Polizeipräsidium Rheinpfalz am Montag in einer ausführlichen Stellungnahme. Gleichzeitig äußerte sich die Behörde zu den Umständen des Vorfalls und der heftigen Kritik in den sozialen Medien.

"Das Polizeipräsidium Rheinpfalz und der betroffene Beamte bedauern den Tod des Hundes und die Folgen für den Hundehalter sehr. Das Polizeipräsidium hat die notwendigen Schritte zur Aufklärung des Sachverhaltes eingeleitet", heißt es in der Mitteilung.

Was war passiert? Am Samstagabend soll ein bislang unbekannter Mann gegen 20.20 Uhr einen Mitarbeiter einer Gaststätte in der Kallstadter Straße mit einer Schusswaffe bedroht haben. Noch bevor die Polizei eintraf, flüchtete der Verdächtige mit einem Hund.

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Rund 20 Minuten später stießen Polizeibeamte während der Fahndung auf einen 36-Jährigen, der ebenfalls mit einem Hund unterwegs war. Auf einem unbeleuchteten Parkplatz in der Batschkastraße wollten sie den Mann kontrollieren. Weil die Beamten nach einem möglicherweise bewaffneten Täter suchten, erfolgte die Kontrolle aus Sicherheitsgründen unter Vorhalt der Dienstwaffe.

Dabei fiel ein Schuss, der den Hund des 36-Jährigen traf. Das verletzte Tier wurde zu einem Tierarzt gebracht, erlag dort jedoch seinen Verletzungen.

Besonders bitter: Wie die Polizei nun bestätigt, handelte es sich bei dem Hundehalter überhaupt nicht um den ursprünglich gesuchten Flüchtigen. Das hätten die zwischenzeitlichen Ermittlungen ergeben.

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Polizei kündigt Aufklärung an und reagiert auf heftige Kritik

Laut der Tierschutzorganisation VETO handelt es sich bei dem getöteten Hund um einen Chihuahua.  © 123rf/279photo

Wie es überhaupt zur Schussabgabe kommen konnte, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei versichert, dass der Vorfall umfassend untersucht werde.

"Bestandteil der Ermittlungen ist insbesondere, wie es genau zu der Schussabgabe kam. Für uns ist es selbstverständlich, dass polizeiliches Handeln einer unabhängigen Kontrolle unterzogen wird. So wird nach Abschluss der Ermittlungen der Sachverhalt der unabhängigen Staatsanwaltschaft zur weiteren rechtlichen Würdigung und Entscheidung vorgelegt", erklärt das Polizeipräsidium Rheinpfalz.

Unterdessen sorgt der Tod des Hundes auch in den sozialen Medien für zahlreiche kritische Reaktionen. Die Polizei betont, dass eine sachliche Auseinandersetzung mit ihrem Handeln ausdrücklich erwünscht sei.

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Gleichzeitig zieht die Behörde eine klare Grenze: Herabwürdigende und beleidigende Äußerungen gegen den betroffenen Beamten oder die Polizei würden nicht akzeptiert. Das Präsidium appelliert deshalb, sich nicht an Hass und Hetze zu beteiligen.

Inzwischen hat die Tierschutzorganisation VETO Anzeigen gegen den Polizisten erstattet. "Auf einen kleinen Chihuahua zu schießen und als Rechtfertigung dafür von ernstzunehmender Gefahr zu sprechen, ist an Absurdität kaum zu übertreffen", heißt es in einer Pressemitteilung der Tierschützer.

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