Bärenstein - Da hatte die Bundespolizei den richtigen Riecher: An der deutsch-tschechischen Grenze in Bärenstein (Erzgebirge) zogen die Beamten in der Nacht auf Donnerstag einen Seat aus dem Verkehr - darin ein Ukrainer (50), der einiges auf dem Kerbholz hatte. Zudem befand sich im Wagen eine Tüte Crystal. Es folgten Anzeigen.
Die Beamten kontrollierten das Auto mit tschechischer Zulassung gegen 1.30 Uhr, nachdem es über die Grenze gefahren war.
Die Insassen, zwei Polen (35, 36) und ein 50-jähriger Ukrainer, wurden kontrolliert. Schnell stellte sich heraus, dass der Ukrainer keine gültigen Einreisedokumente hatte.
Und damit nicht genug: Der 50-Jährige wurde in Deutschland gesucht - wegen Verstoßes gegen das Asylgesetz und schweren Bandendiebstahls. Zudem wurde er vom Amtsgericht Frankfurt/Oder zu einer Geldstrafe von 1500 Euro verurteilt - alternativ 25 Tage Knast.
"Die offene Geldsumme konnte er vor Ort begleichen und entging somit einer Einlieferung in die JVA", teilt die Bundespolizei mit.
Weil der Mann allerdings offenbar unerlaubt eingereist war, kam er zur weiteren polizeilichen Bearbeitung ins Bundespolizeirevier Schmalzgrube. Nun wird er vermutlich wieder zurückgeschoben, heißt es.
Polizei findet Crystal-Tütchen: Ermittlungen gegen 35-Jährigen eingeleitet
Außerdem nahmen die Beamten den Seat genauer unter die Lupe. In einer Brieftasche, die dem 35-jährigen Polen gehörte, fanden die Polizisten ein Cliptütchen mit Crystal. "Aufgrund des Verdachts Fahren unter berauschenden Mitteln wurde die Landespolizei verständigt, welche kurz darauf vor Ort eintraf", so ein Sprecher der Bundespolizei.
Der 35-Jährige musste sich einem Drogentest unterziehen. Dieser reagierte positiv. "Es lagen somit Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und der Straßenverkehrsordnung vor", so die Bundespolizei.
Entsprechende Ermittlungen gegen den 35-Jährigen laufen nun.