Erfurt - Das eigene Gepäckstück im Zug zu vergessen ist immer ungünstig. Besonders aber, wenn sich darin noch eine beachtliche Menge Drogen befindet.
Diese Erfahrung musste ein algerischer Staatsbürger (26) am Donnerstag auf der Bahnstrecke zwischen Saalfeld und Jena machen, wie die Bundespolizeiinspektion Erfurt am Freitag mitteilte.
Zunächst wurden die Beamten aufgrund des herrenlosen Rucksacks alarmiert. Im Zuge einer Überprüfung wurde schnell klar, dass er gefahrlos geöffnet werden konnte.
Beim Blick ins Innere des Rucksacks stieg den Bundespolizisten jedoch ein sehr pflanzlicher Geruch in die Nase. Kein Wunder, bei 35 Gramm Marihuana.
Das Gras hatte der 26-Jährige in unterschiedlich großen Mengen in Alufolie abgepackt. Womöglich, um es zu verkaufen.
"Der Algerier bekommt nicht nur seinen Rucksack zurück, sondern auch gleiche eine Strafanzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz", schrieb die Bundespolizei in ihrer Mitteilung.
Jedem, der weder sein Gepäck noch seine darin gelagerten Drogen verlieren will, rät die Bundespolizei abschließend "stets sorgsam mit seinen Gepäckstücken und Wertsachen umzugehen, und diese nicht aus den Augen zu lassen".