Lichtenstein/Sachsen - Über dem sächsischen Lichtenstein im Landkreis Zwickau strahlt ein Schloss im Renaissancestil. Doch nun zogen dunkle Wolken darüber hinweg. Grund dafür ist ein Einbruch in die alten Gemäuer.
Wie Dr. Patrick Bochmann, Vorsitzender vom Verein für Geschichte der Stadt Lichtenstein, gegenüber TAG24 mitteilte, wurde der Einbruch am Donnerstagvormittag von einem Mitarbeiter der Firma Universal-Putz bemerkt. Dabei ist der Geschäftsführer des Unternehmens für Putz und Dämmung, Mario Schreckenbach, auch der Eigentümer des Schlosses.
Die Einbrecher hatten sich gewaltsam Zutritt zu dem Schloss verschafft. In erster Linie wurde Kabelmaterial aus einem Verteilerkasten geklaut, so Bochmann weiter. Dies bestätigte auch die Polizei. Darunter auch starkes Kabel, das zum Teil vor Ort abgeschnitten wurde.
Zudem wurde auch das Replikat eines Schwertes geklaut, das zu einer Ritterrüstung im Rittersaal gehörte.
"Das ist besonders schade. Über den schönen Anblick haben sich besonders Kinder bei ihren Besuchen gefreut", erinnert sich der Vereinsvorsitzende.
Polizei sucht nach Zeugen: Wer kann etwas zum Verbleib des Diebesguts sagen?
Auch die sogenannte Folterkammer wurde aufgebrochen. Dabei habe man die Tür dorthin bereits nach dem letzten Einbruch von innen verstärkt. "Doch das hat offenbar nicht gereicht." Geklaut wurde dort jedoch nichts.
Laut Bochmann gehe man intern davon aus, dass sich die Diebe bereits im Vorfeld bei einer Veranstaltung oder bei einer Führung einen Überblick verschafft und mögliches Diebesgut erspäht haben.
Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei derzeit auf rund 1000 Euro. Zudem sucht die Polizei Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu der Tat oder den Tätern sowie dem Verbleib des Diebesguts haben. Ihr habt etwas mitbekommen? Meldet Euch bitte beim Polizeirevier Glauchau unter Tel. 03763 640.