Sachsen - Im Kampf gegen Kinderpornografie durchsuchte die Chemnitzer Kriminalpolizei mit der Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei an den beiden vergangenen Mittwochen mehrere Wohnungen in Chemnitz, Mittelsachsen sowie im Erzgebirge und stellte dabei zahlreiche Beweismittel sicher.
Die Beamten hatten 16 Beschuldigte im Alter zwischen 14 und 76 Jahren (überwiegend Deutsche, ein Afghane und ein Brite) ins Visier genommen.
Hintergrund sind verschiedene Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes, Verschaffung oder Verbreitung von Kinderpornografie, aufgrund dessen über die Staatsanwaltschaft richterliche Durchsuchungsbeschlüsse erlassen worden sind.
Die Einsatzkräfte durchsuchten insbesondere Wohnungen in Chemnitz, Döbeln, Roßwein, Freiberg, Burgstädt, Penig, Niederwürschnitz, Niederdorf, Burkhardtsdorf, Lößnitz, Lauter-Bernsbach, Annaberg-Buchholz, Amtsberg, Sehmatal und Neukirchen.
Bei den Durchsuchungen stellten die Polizisten mehr als 150 Asservate sicher. Dazu zählten mehr als 40 Handys sowie über 100 Computer oder andere Speichermedien.
Sichergestellte Beweismittel werden ausgewertet, Ermittlungen dauern an
Des Weiteren fanden die Beamten einen Schlagring sowie einige verbotene Feuerwerkskörper, die weitere Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz beziehungsweise Waffengesetz nach sich zogen.
Festgenommen wurde während den Durchsuchungen vorerst niemand.
Die Ermittlungen in den besagten Verfahren dauern weiter an. Im Zuge dessen werden nun auch die sichergestellten Asservate ausgewertet.
Über den Ausgang der Strafverfahren entscheidet nach Abschluss der Ermittlungen schließlich die Staatsanwaltschaft.
Zuletzt wurden im Juni mehrere Wohnungen von 21 Beschuldigten in Chemnitz und Umgebung durchsucht. Auch gegen sie wird wegen des Verdachts der Verschaffung und dem Besitz von Kinderpornografie ermittelt.