Dresden/Zwickau - Hausdurchsuchungen in mehreren Bundesländern! Die Bildung einer kriminellen Vereinigung steht im Raum. Ihr Mittelpunkt soll im sächsischen Zwickau liegen.
Ermittler rückten am Dienstagmorgen in mehreren deutschen Städten an. Laut gemeinsamer Mitteilung von Staatsanwaltschaft Dresden und Landeskriminalamt Sachsen werde gegen zwölf Beschuldigte im Alter von 18 bis 36 Jahren ermittelt.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich in Zwickau im Jahr 2022 zu einer politischen, kommunistischen Gruppe unter dem Namen "Kollektiv Zwickau" zusammengeschlossen zu haben.
Ziel der Gruppe sei es gewesen, regional und überregional gegen rechtsradikale und menschenfeindliche Strukturen vorzugehen.
Über Jahre hinweg sollen sich die Beschuldigten getroffen haben, um ihre Ziele gewaltsam und durch die Begehung von Straftaten - insbesondere durch Körperverletzungen gegenüber politisch Andersdenkenden - und Sachbeschädigungen durchzusetzen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Dresden gegen vier Beschuldigte (22, 22, 33 und 36 Jahre) Haftbefehle erlassen. Allesamt seien inzwischen festgenommen worden.
Insgesamt fünf Beschuldigte sollen noch am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden
Gleichzeitig wurden Wohnungen in Zwickau, Dresden (Striesen), Leipzig, Saalfeld, Bremen und Hamburg durchsucht.
Ein fünfter Beschuldigter griff während der Durchsuchung einen Polizisten tätlich an. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Dresden wurde auch der 20-Jährige vorläufig festgenommen.
Die fünf Beschuldigten sollen noch am Dienstag dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden vorgeführt werden.
Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus- Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamts Sachsen wurde von den Landeskriminalämtern Thüringen, Bremen und Hamburg unterstützt.
Erstmeldung, 3. November, 8.33 Uhr; Update 10.21 Uhr