Kripo gibt Entwarnung: Angeblicher Übergriff auf Kind vor Hallenbad war erfunden
Von Roland Beck
Bayreuth - Nach dem Bericht eines Siebenjährigen über einen Unbekannten vor einem Bayreuther Hallenbad gibt die Kriminalpolizei Entwarnung.
Der Vorfall habe sich nicht wie vom Kind geschildert zugetragen, teilte das Polizeipräsidium Oberfranken mit. Zu diesem Ergebnis kamen die Ermittler unter anderem nach Zeugenvernehmungen und der Auswertung von Videoaufnahmen.
Der Junge hatte berichtet, ein unbekannter Mann habe ihn nach dem Besuch des SVB-Hallenbades angesprochen und mitgezerrt. Er habe mit dem Fahrrad nach Hause fahren wollen.
Daraufhin leitete die Polizei umfangreiche Maßnahmen ein. Sie kontrollierte Personen, befragte Zeugen und verstärkte ihre Präsenz rund um das Bad mit uniformierten und zivilen Kräften.
Keiner der befragten Zeugen konnte nach Polizeiangaben die Schilderungen des Jungen bestätigen.
Die Ermittler werteten zudem Aufnahmen aus, auf denen das Kind zur fraglichen Zeit zu sehen ist. An seiner Kleidung fanden sie keine fremde DNA, die auf ein Festhalten durch eine andere Person hindeuten würde.
Titelfoto: Katharina Kausche/dpa
