Kugelbombe an Strommast gefunden: Jetzt ermittelt der Staatsschutz

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Von Nina Gross, Frank Christiansen

Grevenbroich - Die in der Nähe des stillgelegten Kraftwerks Frimmersdorf in Grevenbroich entdeckte Kugelbombe wird jetzt vom Staatsschutz in Düsseldorf auf DNA-Spuren und Fingerabdrücke untersucht.

Weil der Sprengkörper an einer Anlage der kritischen Infrastruktur gefunden wurde, hat der Staatsschutz in Düsseldorf die Ermittlungen in dem Fall übernommen. (Symbolbild)
Weil der Sprengkörper an einer Anlage der kritischen Infrastruktur gefunden wurde, hat der Staatsschutz in Düsseldorf die Ermittlungen in dem Fall übernommen. (Symbolbild)  © Jens Kalaene/dpa

Es sei aber weiterhin unklar, ob der Sprengkörper dort aus politischen Gründen deponiert wurde, sagte ein Polizeisprecher

Wie die Polizei ebenfalls mitteilte, standen die Leitungen des Mastes, in deren unmittelbarer Nähe der Feuerwerkskörper gefunden wurde, unter Strom, obwohl das nahegelegene Kraftwerk bereits vor fünf Jahren vom Netz gegangen war. 

Der Gegenstand war am Mittwoch in 10 bis 15 Metern Entfernung zu einem Strommast der Trasse vom RWE-Werksschutz gefunden worden. Laut dem Polizeisprecher wurde aber keine Zündvorrichtung entdeckt. 

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Der Feuerwerkskörper sei mit Klebeband umwickelt und etwa "handballgroß" gewesen. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes hätten ihn unschädlich gemacht.

Die Bestandteile des Sprengkörpers seien frei erhältlich, hieß es außerdem.

Die gefundene Kugelbombe hatte ungefähr die Größe eines Handballs und war komplett mit Klebeband umwickelt.
Die gefundene Kugelbombe hatte ungefähr die Größe eines Handballs und war komplett mit Klebeband umwickelt.  © Bildmontage Jens Kalaene/dpa, Polizei Rhein-Kreis Neuss/dpa (2)

Ermittler sehen derzeit keinen Zusammenhang zu Anschlägen auf Stromnetz Anfang September

Bei einer Explosion hätte er laut den Experten "keinen Schaden anrichten können", hatte die Polizei mitgeteilt. Sie hat keinen Hinweis darauf, dass es einen Versuch gab, den in Klebeband eingewickelten Feuerwerkskörper zu zünden.

Wie lange der Gegenstand dort lag, ist ebenfalls weiter unbekannt. Ein Zusammenhang zu den Sabotage-Aktionen auf Stromleitungen Anfang September sei derzeit nicht erkennbar, so der Polizeisprecher.

Titelfoto: Bildmontage: Jens Kalaene/dpa, Polizei Rhein-Kreis Neuss/dpa

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