Kurioser Betrug: Drei Fahrer, vier Führerscheine - aber keiner gültig

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Von Sabine Dobel

Landshut/Selb - Drei Autofahrer haben in Bayern auf unterschiedliche Weise versucht, mit ungültigen oder falschen Führerscheinen ans Ziel zu kommen. In allen drei Fällen schauten Polizeibeamte allerdings genauer hin. 

Bei Verkehrskontrollen in Bayern schaute die Polizei in drei Fällen genauer hin. (Symbolbild)
Bei Verkehrskontrollen in Bayern schaute die Polizei in drei Fällen genauer hin. (Symbolbild)  © Soeren Stache/dpa

In Landshut wollte ein 60-Jähriger bei einer Verkehrskontrolle mit dem Führerschein seines gestorbenen Vaters durchkommen. Bei einer Kontrolle händigte er den Beamten dessen Fahrerlaubnis aus. Die anschließenden Recherchen ergaben, dass der Mann selbst gar keinen Führerschein besitzt.

Damit war der Versuch noch nicht beendet: Im weiteren Verlauf legte der Mann auch noch den Reisepass seines Vaters vor, um über seine wahre Identität hinwegzutäuschen. Der Versuch misslang. Nun erwarten ihn Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen des Missbrauchs von Ausweispapieren.

Noch kurioser der Fall eines 21-Jährigen, der auf der A9 bei Leupoldsgrün (Landkreis Hof) unterwegs war. Mit dabei hatte er zwei Führerscheine - die beide aber nicht gültig waren. Als Schleierfahnder seinen Wagen mit Hamburger Zulassung stoppten, zeigte er den Beamten einen französischen Führerschein.

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Der stellte sich bei der Überprüfung als Fälschung heraus.

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Weil drei Männer ohne gültigen Führerschein unterwegs waren, wird gegen sie ermittelt. (Symbolbild)
Weil drei Männer ohne gültigen Führerschein unterwegs waren, wird gegen sie ermittelt. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa

Die Beamten fanden im weiteren Verlauf allerdings noch einen grundsätzlich gültigen indischen Führerschein. Doch auch der half dem jungen Mann nicht weiter: Er lebt nach Polizeiangaben bereits seit mehr als sechs Monaten in Deutschland und hätte seine indische Fahrerlaubnis umschreiben lassen müssen.

Für ihn war die Fahrt damit beendet. Er muss sich nun wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Auch bei Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) war ein Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Ein 29-jähriger Pole zeigte bei einer Kontrolle auf der A93 seinen polnischen Führerschein vor. Die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Selb stellten jedoch fest, dass die Fahrerlaubnis für ungültig erklärt worden war.

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Der Mann durfte nicht weiterfahren. Auch gegen ihn wird wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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