Kurioses Blitzerfoto: Vater brettert mit Kind im Lastenrad in die Radarfalle
Schwäbisch Hall - Dass nicht nur Autofahrer in die Radarfalle tappen können, zeigt ein kurioser Fall aus Schwäbisch Hall. Dort löste ein Lastenradfahrer mit 44 Kilometer pro Stunde bei erlaubten 30 den Blitzer aus.
Die Stadtverwaltung nahm den ungewöhnlichen Schnappschuss zum Anlass, um auf Facebook eine Warnung an alle Verkehrsteilnehmer auszusprechen. Denn auf dem veröffentlichten Beweisfoto ist zu erkennen: Der rasende Radler war nicht allein unterwegs, sondern hatte ein Kind vorn in der Transportbox sitzen.
In ihrem Beitrag macht die Stadt klar: "Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten nicht nur für Autos, sondern auch im Radverkehr." Man warne davor, die Regeln auf zwei Rädern auf die leichte Schulter zu nehmen. "Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Verstöße im Radverkehr nicht geahndet werden", heißt es in dem Post.
Wenn Radfahrer mit ihren Kindern unterwegs seien, müssten sie immer bedenken: "Sie sind es, die bei einem möglichen Zusammenstoß dem Ganzen hilflos ausgesetzt wären."
Wer sich nicht für den eigenen Geldbeutel oder das Punktekonto in Flensburg ans Tempolimit hält, solle es laut Stadt wenigstens für seine Kinder, Partner und Mitmenschen tun.
"Ist der Fahrer bekannt oder kann ermittelt werden, wird es teuer", so die Stadt. Da Fahrräder keine Nummernschilder haben und der Fahrer bislang unbekannt ist, weiß die Behörde jedoch bislang nicht, an wen sie den teuren Strafzettel schicken soll.
Titelfoto: Bildmontage: Pia Bayer/dpa, Stadt Schwäbisch Hall/Facebook
